• Denkmal für die ermordeten Juden von Kamenez-Podolsk
In der alten Festungsstadt Kamenez-Podolsk (ukrainisch: Kamjanez-Podilskyj) am Ufer des Smotritsch erinnern mehrere Denkmäler an die im Sommer 1941 dort ermordeten Juden.
Bild:Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden werden zur Erschießung außerhalb der Stadt geführt, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz
Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden werden zur Erschießung außerhalb der Stadt geführt, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz

Bild:Kamenez-Podolsk, 2008, Denkmal für die im August 1941 ermordeten Kinder, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
Kamenez-Podolsk, 2008, Denkmal für die im August 1941 ermordeten Kinder, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
Vor dem zweiten Weltkrieg lebten etwa 12.000 Juden in Kamenez-Podolsk. Im Sommer 1941 besetzten deutsche und ungarische Truppen die Stadt. Zur gleichen Zeit begann Ungarn Juden aus der Karpatenukraine in die eroberte Ukraine abzuschieben. Dadurch erhöhte sich die Zahl der Juden in Kamenez-Podolsk auf 26.000. Auf Initiative des Höheren SS- und Polizeiführers Friedrich Jeckeln, wurden die Juden von Kamenez-Podolsk ab dem 26. August 1941 vor die Stadt geführt. An einer Grube warteten das Polizeibataillon 320 und verschiedene andere Einheiten, die zu einem »Sonderaktionsstab« umgebildet worden waren. Dort töteten die Männer alle Juden von Kamenez-Podolsk durch Genickschuss. Das Morden dauerte noch die nächsten beiden Tage an. Insgesamt ermordeten die SS-Männer etwa 23.000 jüdischen Kinder, Frauen und Männer.

Was die Zahl der Todesopfer und die Umstände des Massenmords angeht, war das Massaker von Kamenez-Podolsk bis dahin beispiellos. Es markiert den Übergang hin zum Versuch der systematischen Ermordung der europäischen Juden.
Bild:Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden werden zur Erschießung außerhalb der Stadt geführt, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz
Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden werden zur Erschießung außerhalb der Stadt geführt, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz

Bild:Kamenez-Podolsk, 2008, Denkmal für die im August 1941 ermordeten Kinder, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
Kamenez-Podolsk, 2008, Denkmal für die im August 1941 ermordeten Kinder, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
Etwa 12.000 der vom 26. bis 28. August ermordeten Juden stammten aus Kamenez-Podolsk. Etwa 10.000 Juden wurden aus Ungarn in die besetzte Ukraine deportiert, ab Kolomea mussten sie zu Fuß bis Kamenez-Podolsk laufen. Insgesamt ermordete die SS mindestens 23.000 Juden bei Kamenez-Podolsk.
Bild:Bei Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden vor ihrer Erschießung, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz
Bei Kamenez-Podolsk, 27. oder 28. August 1941, Juden vor ihrer Erschießung, United States Holocaust Memorial Museum, Gyula Spitz

Bild:Kamenez-Podolsk, 2008, Ort einer Massenerschießung, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
Kamenez-Podolsk, 2008, Ort einer Massenerschießung, Yahad – In Unum, Guillaume Ribot
In Kamenez-Podolsk und am Ort der Massenerschießungen erinnern mehrere Denkmale an die ermordeten Juden der Stadt. An einem zur Erinnerung an ermordete Kinder auf dem jüdischen Friedhof aufgestellten Gedenkstein steht die hebräische Inschrift: »Lasst Generationen unserer Väter und Mütter, Brüder und Schwestern, den besten Söhnen und Töchtern unseres Volkes gedenken, die am fünften Tag des Elul (28. August) im Jahr 1941 von den deutschen Faschisten ermordet wurden.«
Bild:Kamenez-Podolsk, 2004, Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Kabantschik
Kamenez-Podolsk, 2004, Denkmal für die ermordeten Juden, Ilja Kabantschik

Bild:Kamenez-Podolsk, 2011, Inschrift auf dem Denkmal, Daniel Fuhrhop
Kamenez-Podolsk, 2011, Inschrift auf dem Denkmal, Daniel Fuhrhop
Name
Pamjatnik ewrejam ubitih u Kamjanzi-Podilskomu
Telefon
+380 (0)384 932 500
Öffnungszeiten
Die Denkmale sind jederzeit zugänglich.