• Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft« 1933–1945 / 1945–1989
Die Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft« in einem ehemaligen Gefängnisgebäude in Frankfurt (Oder) erinnert mit seiner Ausstellung an Menschen, die während der Zeit des Nationalsozialismus, des sowjetischen Besatzungsregimes sowie der SED-Diktatur Opfer von politischer Verfolgung wurden.
Bild:Frankfurt (Oder), vor 1933, Das Gefängnis vom Osten aus gesehen, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), vor 1933, Das Gefängnis vom Osten aus gesehen, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina

Bild:Frankfurt (Oder), 1995, Außenansicht des Gebäudes, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), 1995, Außenansicht des Gebäudes, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Das historische Gerichtsgefängnis von Frankfurt (Oder) nutzte die Gestapo in der Zeit des Nationalsozialismus als Gefängnis für politische Gegner. Viele der Inhaftierten wurden von der Gestapo schwer misshandelt und gefoltert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten sowjetische Sicherheitsorgane das Gefängnis als Internierungs- und Etappengefängnis. Um 1950 wurde die Einrichtung vom Ministerium für Staatssicherheit (MfS) der DDR übernommen und bis 1969 als Untersuchungshaftanstalt (UHA) geführt. Bis 1989 unterstand die UHA der Volkspolizei der DDR.

Bild:Frankfurt (Oder), vor 1933, Das Gefängnis vom Osten aus gesehen, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), vor 1933, Das Gefängnis vom Osten aus gesehen, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina

Bild:Frankfurt (Oder), 1995, Außenansicht des Gebäudes, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), 1995, Außenansicht des Gebäudes, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Die Gestapo führte in dem Gefängnis auch Hinrichtungen durch.
Mehrere Gefangene in der Zeit des Nationalsozialismus starben aufgrund der Schwere der Misshandlungen durch die Gestapo.
Anfang der 1950er Jahre fanden abermals Hinrichtungen im Gefängnis statt.
Bild:Frankfurt (Oder), 2005, Besucher in der Gedenkstätte, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), 2005, Besucher in der Gedenkstätte, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Seit Januar 2004 betreibt die Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen (BStU) auf Grundlage eines Kooperationsvertrags mit der Stadt Frankfurt (Oder) die Gedenkstätte. Die Stadt ist weiterhin Trägerin der Einrichtung. Die Gedenk- und Dokumentationsstätte zeigt in fünf ehemaligen Gefängniszellen Ausstellungen. Für die Ausstellungsinhalte, die die Zeit des Nationalsozialismus betreffen, zeichnet das Städtische Museum Viadrina verantwortlich. Die Inhalte über die Zeit nach 1945 wurden von der BStU erarbeitet.
Bild:Frankfurt (Oder), 1989, Freigangshof an der Ostseite, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina
Frankfurt (Oder), 1989, Freigangshof an der Ostseite, Städtische Museen Junge Kunst und Viadrina

Name
Gedenk- und Dokumentationsstätte »Opfer politischer Gewaltherrschaft« 1933–1945 / 1945–1989
Adresse
Collegienstraße 10
15230 Frankfurt/Oder
Telefon
+49 (0) 335 680 271 2
Fax
+49 (0) 335 401 561 1
Web
http://www.museum-viadrina.de
E-Mail
verwaltung@museum-viadrina.de
Öffnungszeiten
Dienstags und donnerstags 10.00 bis 17.00, mittwochs und freitags nach Voranmeldung
Angebot
Führungen nach Terminabsprache